Victoria Hohmann

geboren am 30.Juli 1981 in München, aufgewachsen in Siegen, studierte darstellende Kunst in Ulm, Paris und Hamburg, anschließend als Deutschlandstipendiatin Kunstgeschichte sowie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Germanistik & Altertumswissenschaften an der Freien Universität Berlin.

Writer/Artist Statement:

Mit 13 Jahren beschloss ich, Schriftstellerin zu werden und begann zu schreiben. Drei Jahre darauf gründete ich eine Theatergruppe, für die ich die Stücke selbst schrieb und wurde dafür vom Land NRW gefördert; später trat ich als Lyrik-Performerin auf, spielte Figurentheater, werkelte in Gemeinschaftsateliers an Donau und Sieg, engagierte mich als Hilfswissenschaftlerin an der Forschungsstelle Entartete Kunst der FU Berlin, arbeitete als Redakteurin, Werbetexterin und Autorin für den De Gruyter Verlag (Allgemeines Künstlerlexikon), verfasste für ein Stadtmagazin Artikel über Kunst & Kultur und nach dem Master kunstwissenschaftliche Artikel zu Ausstellungen sowie Katalogtexte.

Heute habe ich das Schreiben zum Beruf gemacht. Meine Texte sind Hybride, momentan vorzugsweise Erzählungen, in denen ich Prosa, lyrische Elemente und Theatertext mixe. Ich spiele mit Leser-Erwartungen, dem Aufbau von Geschichten, arbeite gerne mit Brüchen und lyrischer Prosa, schreibe generell sehr rhythmisch, oft bildreich, dekonstruiere Sprache mittels elliptischer Sätze, gebe mich aber auch dem Erzählen hin. Zentrales Anliegen ist die Erforschung neuer Erzählweisen. Zentrale Themen sind Kommunikation, Identität und Realität. Da ich ohne Fernsehen aufgewachsen bin und das Radio, neben Büchern, lange wichtigstes Medium war, spielen Musikalität und Rhythmus entscheidende Rollen bei meiner Arbeit. Darüber hinaus ist für mich das Theater, das gesprochene bzw. be-/er-/gelebte Wort, essentielle Inspiration.

2015 war ich für den Indie Autor Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Texte von mir wurden bei den Berliner (Vor-)Lesebühnen Konzept*Feuerpudel (Lettrétage) und books without covers (TiK) vorgestellt.

2017 gründete ich den VHV-Verlag für Literatur und Kultur, der sich momentan auf anspruchsvolle Kurzprosa fokussiert.

2018 hatte ich erstmalig einen Verlagsstand und eine Lesung auf der Leipziger Buchmesse; weitere Lesungen u.a. @Periplaneta Literaturcafé, @Lesezelt Mittenwalder Straßenfest 2018, bei den Berliner Lesebühnen Tati liest undergroundSprechstunde:Nebensatz, im Rahmen von 48h Neukölln und Art Kreuzberg sowie auf der BUCHBERLIN und 2019 beim Indie-Abend im Beyerhaus Leipzig („Leipzig liest“).

Parallel zu meiner schriftstellerischen Tätigkeit bin ich als bildende Künstlerin aktiv. Forschungsfeld: Sprache als Material. Themen: Identität, Realität, Tagespolitik.

Buchbesprechungen der Erzählbände Vom Dazwischen und Von Verwandlungen gibt es z.B. auf Literaturcafé.de.

Hier ein Porträt von mir im Kreuzberger Lokalblatt Kiez & Kneipe (08/2018)

Und hier eine Kurzvita als PDF zum Download: Kurzvita_Victoria Hohmann

 

(Bild oben links: Lesung, Leipziger Buchmesse 2018, Foto: Daniel Arnold)